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Jeden 2. Dienstag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr. Sowie nach Vereinbarung.

 

Zu besonderen Anlässen/Veranstaltungen (lt. Werbung bzw. rechtzeitiger Information) und über tel. Rücksprache.

 

Der Eintritt ist kostenfrei (Eine kleine Spende ist gern gesehen).

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Heimatgeschichte im Netz

Thema  :  Jugendklubs  in Rehfelde

Link zu den Wortmeldungen

 

Thema :  KONSUM in Rehfelde Werder und Zinndorf

 

1. Beitrag aus der Schriftenreihe Rehfelder Heimatstuben 1/2020:

 

"Recht und Gerechtigkeit - Die Geschichte des KONSUM in Rehfelde" von Dr. Henning Zobel 2019

Recht und Gerechtigkeit - Geschichte des Konsum in Rehfelde  

 

2. Weitere Beiträge und Berichte:

 

KONSUM-Kaufhalle Rehfelde eine PowerPoint-Präsentation von Martin Tesky 2013

 

3. Wortmeldungen: 

 

Dr. Kurt Gamerschlag – Werder * 24.03.2020

Danke für das neueste Heimatheft. Schöne und lehrreiche Lektüre – wie immer. Zur KONSUM-Geschichte hat mich gewundert, dass kein Werderscher KONSUM erwähnt wurde. Ich hatte gedacht, es habe einen gegeben, und zwar den auf der westlichen Angerspitze vor dem Grüttnerschen Haus. Da war auch dann noch nach der Wende ein „privater“ Konsum (Flietow oder so ähnlich) drin bis 2001 oder so.

 

Gisela Grüttner – Werder * 26.03.2020

Meine Schwiegereltern besaßen in Alt Werder 1 ein Kolonialwarengeschäft bis kurz nach 1945. Der Geschäftsraum wurde dann später an den Konsumverband Hennickendorf für 15,- Mark verpachtet. Meine Schwiegermutter war auch im Konsum Werder als Verkaufsstellenleiterin tätig.

 

Hartmut Haube – Rehfelde-Dorf  * 30.03.2020

In Rehfelde-Dorf hatte der Bürger Erwin Zinn vor 1945 eine Gaststätte mit angeschlossenem „Tante-Emma-Laden“. Dieser war in einem Nebenraum der Gaststätte eingerichtet. Erwin Zinn wurde 1945 verhaftet weil er NSDAP-Mitglied war. Der Laden wurde in  dieser schweren Zeit weiterhin  für die Versorgung der Dorfbevölkerung genutzt.

Anfang der 1960er Jahre war meine Frau Marianne dort als Verkäuferin beschäftigt. Als die Verkaufsstellenleiterin Frau Weberschock abgelöst werden musste, übernahm meine Frau diese Funktion.

 

Dr. Henning Zobel – Rehfelde  * 31.03.2020

Im Heimatheft 1/2020 ist das Bild vom ehemaligen Möbelkonsum abgebildet. In dem Haus, das heute der Familie Peukert  jun. gehört, war ursprünglich das Lebensmittel und Kolonialwarengeschäft von Willi Scheerer bis in die 50-ger Jahre. Willi Scheerer zog damals nach Fredersdorf und überließ das Grundstück damals seiner Schwester.

Der Laden wurde zu einem Imbiss und einer Milchbar umgebaut. Geführt wurde er von der HO unter Heinz Spohr (ca. 1 -2 Jahre), der zuvor in seinem Haus, ebenfalls in der Friedrich-Engels-Straße das HO-Industriewaren-Geschäft führte. Da sich der Imbiss nicht rentierte, wurde er von der HO wieder geschlossen.

Danach wurden die Geschäftsräume von der Konsum-Genossenschaft übernommen und ein Möbelgeschäft eingerichtet, das wenig später dem Landwarenhaus zugeordnet wurde. Wer damals dann Möbel kaufen wollte, musste sich erst einmal im Landwarenhaus melden und eine Verkäuferin ist dann zum Verkauf dort hingegangen.

 

Kurt Hundt (1930) – Rehfelde (Mitschurinstraße) * 01.04.2020

 

Wir wurden in der DDR-Zeit durch den KONSUM-Herrensee (Ernst-Thälmann-Str.) gut versorgt aber wir versorgten auch diese Konsumverkaufsstelle. Wie das? Der Konsum kaufte zur unmittelbaren Versorgung der Bevölkerung aus den Haushalten Obst und Gemüse und auch Eier auf. Für viele Rehfelder war das ein willkommener Nebenerwerb.

Meine Frau Ingeborg und ich brachten vor allem Eier und im Herbst Obst (Äpfel, Pflaumen, Birnen) zum Konsum-Herrensee. Die letze Verkaufsstellenleiterin war Frau Schmidt. Das Geschäft florierte besonders mit den Eiern. Wir schafften uns deshalb ca. 200 Legehennen, die wurden damals selbst aufgezogen mit Hilfe von Klucken, an. Das bedeutete aber auch viel Arbeit – u.a. Eier einholen, säubern und stempeln. Wir hatten die Stempel-Nr. 1 und die Eier mit der 1 waren begehrt und wurden sogar nachgefragt. Besonders ab Freitag, wenn die Berliner Datschenbesitzer in Rehfelde „einfielen“ waren die frischen Eier schnell weg – aber genauso war es mit Obst und Gemüse.

 

Dr. Henning Zobel - Rehfelde * 04.04.2020

 

Zur KONSUM-Fleischerei in der Parkstraße (s. Foto):

Der letzte Konsum-Fleischer, der die Fleischverkaufsstelle betrieb, hieß Barras. Er war der Schwiegervater von Klaus Kleinschmidt. Die Fleischerei dort wurde geschlossen, als das Konsum-Warenhaus in der Bahnhofstraße umgebaut und um das Haus Haberecht erweitert wurde. Herr Barras starb kurz zuvor. Frau Barras führte dann die Fleisch-Abteilung im Warenhaus.

Ursprünglich war in dem Haus in der Parkstraße die Fleischerei Grabert bis 1945. Nach dem Krieg wurde die Fleischerei unter dem Konsum weitergeführt. Zuerst von dem Fleischer Ottenberg bis zu seinem Tod, danach von dem Fleischer Schulz (wohnte in Herrensee), der auch verstarb und danach von Herrn Barras.

In der Bahnhofstraße (Haus Mathes -  zwischen Parkstraße und Ahornallee) wohnte früher noch der Hausschlächter Machmüller, der für seine Wurst, die er beim Hausschlachten herstellte, bekannt war.

 

Dr. Henning Zobel - Rehfelde * 07.04.2020

 

Zum KONSUM in Werder:

Nach 1945 war in Werder bis in die 50er Jahre noch die Versorgung durch das Kolonialwaren-Geschäft Grüttner und die Fleischerei Adolf Matthes abgesichert. Nach dem Tod von Herrn Grüttner wurde das Geschäft geschlossen. Für die Versorgung wurde dann der Dorfkonsum auf dem Anger direkt  vor dem Haus Grüttner gebaut. Verkäuferin war dort dann Frau Spohr.

 

Dr. Henning Zobel - Rehfelde * 21.04.2020

 

Zum KONSUM in Rehfelde-Dorf:

In Rehfelde-Dorf befand sich das KONSUM-Geschäft im Haus Zinn in der Dorfstraße neben dem Küsterhaus/alte Schule. Heute ist in dem Haus ein Küchenstudio. Herr Zinn bekam nach dem Krieg keine Gewerbeerlaubnis, da auf den Dörfern die Konsum-Genossenschaften etabliert werden sollten. Herr Zinn arbeitete nach dem Krieg noch einige Jahre in der HO-Lebensmittelverkaufsstelle im Haus John in der Rehfelder Bahnhofstraße als Verkäufer.